Zugegeben, es gehört Phantasie dazu, sich vorzustellen, wie eine leere, tendenziell doch abgewrackte Industriehalle sich in den Ort für die eigene Traumhochzeit verwandeln soll. Und doch braucht es am Ende erstaunlich wenig, um genau das zu realisieren. Zwischen den schmalen, mit Zweigen geschmückten Pfeilern des Wollbodens geben die weiß verkleideten Sitzbänke dem Raum eine leuchtende Frische. Der Gang dazwischen gibt den Blick frei für das ‚verräterische‘ Holzstuhl-Duo. Hier wird sich getraut.

Aber auch Empfang, Dinner und Party dürfen nicht fehlen und sind gleich mit in die Wollfabrik eingezogen. Im Innenhof die Sektbar, samt einem halben Dutzend schleifenverzierter Stehtische. In der ehemaligen Lisseuse, dem größten Raum der alten Fabrik, steht schon aufgebaut das Dinner-Ensemble. Klassisch, mit bodenlanger Tischwäsche, was in dieser unverkennbar industriellen Umgebung einen beeindruckend starken Kontrast erzeugt. In der Färberei nahm die Hochzeit mit der Party am späten Abend ihren gelungenen Abschluss.